Meditation


Meditation ist der wichtigste Aspekt des Buddhismus und ein effektives Mittel zur Transformation der negativen Eigenschaften einer Person. Der Buddhismus basiert auf einer Jahrtausend alten Tradition und Erfahrung in der Meditation. Die Meister der buddhistischen Meditation betrachten diese als wichtigstes Mittel gegen Stress und störende Gefühle, und sie gibt unserem Geist positive Kraft. Wichtigster Aspekt der Meditation ist,  sich eine natürliche Methode anzueignen, um die eigenen Gedanken zu beobachten und sie zu harmonisieren. Sie ist eine universale Methode für jeden Menschen, unabhängig von der religiösen Zugehörigkeit.  Ängste, Sorgen und beschädigtes Ich-Bewusstsein sind ein universales Problem und deshalb kann die Meditation für jeden von grossem Nutzen sein.


Buddhistische Psychologie


Die buddhistische Psychologie lehrt uns die Wissenschaft des menschlichen Geistes. Der Abhidharmakosa lehrt uns, dass der Mensch aus den fünf Aggregaten besteht. Diese Aggregate bestehen wiederum aus materiellen und geistigen Elementen und, es gibt reine und unreine Elemente. Die reinen Elemente sind nicht von den geistigen Verblendungen und Karma geprägt. Die unreinen Elemente werden durch eine egozentrische Denkweise verursacht und bringen körperliche und geistige Leiden mit sich. Im Pramanakartika wird die buddhistische Psychologie von Dharmakirti und Dignaga im 7. Jahrhundert eingehend damit erklärt, wie Wahrnehmungen und Vorstellungen entstehen und wie sie durch ihre Funktionen Leiden und Freude verursachen und dass es heilsame und unheilsame Geistesfaktoren gibt. Nach Dharmakirti ist die Definition einer gültigen Wahrnehmung dann erfüllt, wenn der Geist frisch und authentisch oder zuverlässig ist. Nach Dharmakirti sind alle Geistesverblendungen keine gültigen Wahrnehmungen oder Vorstellungen und sie verursachen störende Gefühle. Die Ursache aller Leiden ist, nach buddhistischer Logik, zurückzuführen auf eine Unwissenheit. Daher lernt man eingehend seine Wahrnehmungen und Vorstellungen zu hinterfragen und versucht die Welt mit gültiger Wahrnehmung zu sehen.


Lu Jong


Lu heißt Körper, und Jong bedeutet Training oder Transformation. Durch die Praxis von Lu Jong trainieren wir unsere subtilen Körperkanäle und fördern unsere Bewusstheit. Auf diese Weise kümmern wir uns um Körper und Geist. Lu Jong arbeitet gleichzeitig mit dem Körper, dem Geist und der Energie. Wir gleichen die Elemente und Körpersäfte aus – die Grundlage unseres physischen Körpers. Wir transformieren unsere negativen Emotionen und stärken das subtile Körpersystem aus Kanälen und Wind-Energie. Lu Jong ist eine wunderschöne, effektive und systematische Praxis, die unser Wohlbefinden in jeder Hinsicht verbessert. Wenn wir Lu Jong praktizieren, kombinieren wir Position, Bewegung und Atem. Verbunden mit Achtsamkeit, bringt diese Kombination Körper und Geist vollständig in Einklang. Position und Bewegung werden genutzt, um wiederholt Druck auf bestimmte Punkte auf den Kanälen auszuüben und so Blockaden zu öffnen. Wir arbeiten sanft mit der Wirbelsäule, schaffen Raum um die Wirbel herum und berühren geheime Punkte, um emotionale Blockaden zu lösen. Wir nähren die Gelenke, indem wir Blockaden auflösen, die sich andernfalls als Krankheiten manifestieren würden. Und das bewusste Atmen verhilft uns zu innerer Ruhe. Lu Jong ist eine wahre Meditation in Bewegung.


Gong fu Cha / Teeweg


Der Weg des chinesischen Tees wird heute als Gong fu Cha bezeichnet. Viele Menschen verstehen die Zubereitung des Tees als eine Zeremonie. Dieser rituelle Charakter zeichnet sich durch die bewusste Bewegung, die bewusste Atmung und die bewusste Langsamkeit aus. Die Bewegung der Hände gleicht der Bewegung des Fisches im Wasser, dem ältesten und kraftvollsten Symbol der Energie in alten China. Heute wird dieses Symbol, der Fisch, gerne in Parkteichs, in Wohnzimmeraquarien oder auf Keramik verwendet. Der Fisch verteilt die Energie mit seinem kraftvollen Schwanz im Raum, und der Teemensch versucht mit bewussten Bewegungen den Raum mit seinem Herzen zu beleben. In diesem Prozess des Bewusstwerdens wird der Teemensch nach innen zu sich selbst geführt, während er sich aussen mit dem Universum vereint. Das ist der Teeweg.

Meng-Lin Chou


Meine Lehrer


Lharampa Tenzin Kalden wurde 1972 in Tibet geboren. Er studierte 17 Jahre lang an der Klosteruniversität Sera, Südindien, und schloss das Studium der fünf grossen Wissenschaften des Buddhismus ab.Er erlangte den Titel des Rabjampa und erreichte die höchste akademische Stufe der Gelug-Tradition, den Lharampa. Ehrwürdige Meister wie Gesche Ugyen Tseten Rinpoche , der Abt Gesche Lobsang Palden Rinpoche und andere grosse Meister haben ihn gütig auf dem inneren Weg begleitet. Er erlernte und praktizierte die Bewegungslehre Lu Jong und Tsa Lung Trulkhor in Indien. Die Unterweisung erhielt er vom tibetischen Arzt und Lama, Tulku Lobsang.